Spezielle Krankheitslehre

Parkinson, Schlaganfall & Co. – Wenn neurologische Erkrankungen den Fuß verändern (2 FP)

Onlineseminar

Nach einem Schlaganfall entwickeln sich ausgeprägte Zehenfehlstellungen oder spastische Verkrampfungen. Andere Patienten leiden unter Sensibilitätsstörungen, eingeschränkter Beweglichkeit oder schmerzhaften Druckstellen.

Doch was steckt hinter diesen Veränderungen – und worauf müssen Podologinnen und Podologen bei der Behandlung besonders achten?

Neurologische Erkrankungen können erhebliche Auswirkungen auf die Füße haben und stellen besondere Anforderungen an die podologische Versorgung. Dieses Seminar vermittelt Ihnen das notwendige Hintergrundwissen, um typische Veränderungen besser einzuordnen, Behandlungsrisiken zu erkennen und betroffene Patienten fachgerecht zu begleiten.

Seminarinhalt:

  • neurologische Erkrankungen wie Parkinson, Schlaganfall und Multiple Sklerose und ihre Auswirkungen auf den Fuß
  • Muskeltonusveränderungen, Spastik, Lähmungen und eingeschränkte Beweglichkeit verstehen
  • typische Zehenfehlstellungen, Kontrakturen und belastungsbedingte Druckstellen erkennen
  • Sensibilitätsstörungen und Veränderungen des Gangbildes richtig einordnen
  • Besonderheiten und Risiken bei der podologischen Behandlung neurologischer Patienten
  • Möglichkeiten der Druckentlastung, Patientenlagerung und interdisziplinären Zusammenarbeit
  • praktische Empfehlungen für eine sichere und patientengerechte Versorgung

Seminarleitung:
Tim Becker
B.Sc. Complementary Medicine and Management, Vertiefungsrichtung Podologie
Heilpraktiker Podologie & Podologe

Die Erkrankung verstehen – den Patienten besser behandeln!

Wenn Muskeln nicht mehr richtig mitspielen und Bewegungen zur Herausforderung werden.

Ein Patient mit Parkinson sitzt auf Ihrem Behandlungsstuhl. Seine Bewegungen sind verlangsamt, die Muskulatur ist angespannt und selbst das entspannte Ablegen der Füße fällt ihm schwer.

Eine andere Patientin kommt nach einem Schlaganfall in die Praxis. Ihre Zehen stehen in einer ausgeprägten Krallenstellung, die Beweglichkeit ist eingeschränkt und es haben sich schmerzhafte Druckstellen entwickelt.

Solche Patienten begegnen uns in der Podologie immer wieder. Doch wissen wir eigentlich genau, warum sich ihre Füße so verändern?

Neurologische Erkrankungen können weitreichende Auswirkungen auf die Muskulatur, Bewegungssteuerung, Sensibilität und Fußstellung haben. Spastiken, Lähmungen, Muskelsteifigkeit und veränderte Bewegungsmuster können nicht nur das Gehen erschweren, sondern auch zu Fehlbelastungen, Zehendeformitäten und Hautveränderungen führen.

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit den besonderen Auswirkungen neurologischer Erkrankungen auf den Fuß.

Was verändert sich bei Parkinson? Warum können nach einem Schlaganfall spastische Zehenstellungen entstehen? Welche Folgen haben gestörte Muskelspannungen und Sensibilitätsveränderungen für die Fußgesundheit?

Und vor allem: Was bedeutet das für unsere tägliche podologische Arbeit?

Sie lernen, typische neurologisch bedingte Fußveränderungen besser zu erkennen, mögliche Druck- und Verletzungsrisiken einzuschätzen und Besonderheiten bei der Behandlung zu berücksichtigen.

Dabei geht es auch um die richtige Lagerung, den Umgang mit eingeschränkter Beweglichkeit, Möglichkeiten der Druckentlastung und die Zusammenarbeit mit Ärzten, Physiotherapeuten und Orthopädieschuhtechnikern.

Warum lohnt sich diese Fortbildung?

Weil neurologische Patienten besondere Bedürfnisse haben – und eine gute podologische Versorgung mehr verlangt als die Behandlung von Haut und Nägeln.

Wer versteht, warum sich Muskeln verkrampfen, Zehen verformen oder Bewegungen eingeschränkt sind, kann auf diese Besonderheiten gezielter eingehen und die Behandlung entsprechend anpassen.

Diese Fortbildung erweitert Ihr medizinisches Hintergrundwissen, stärkt Ihre Sicherheit im Umgang mit neurologisch erkrankten Menschen und vermittelt neue Perspektiven für die Betreuung einer anspruchsvollen Patientengruppe.

Denn wer die Erkrankung hinter der Fußveränderung versteht, kann auch den Menschen dahinter besser behandeln.

Stornierung / AGB für Online-Seminare

Sollten Sie nicht teilnehmen können, bitten wir um eine kurze schriftliche Mitteilung per E-Mail.

Eine kostenfreie Stornierung ist bis 14 Tage vor Seminarbeginn möglich.

Danach berechnen wir bei einer Stornierung bis 7 Tage vor Seminarbeginn 50 % der Seminargebühr.

Bei späterer Stornierung oder Nichterscheinen wird die volle Seminargebühr fällig.

Selbstverständlich können Sie jederzeit kostenfrei eine Ersatzperson benennen.

Digitale Inhalte der FZH Akademie Plus, wie Videoaufzeichnungen, Skripte, Checklisten, Handouts oder weitere Zusatzmaterialien, sind nach Freischaltung von der Rückerstattung ausgeschlossen.

Sollte das Seminar durch das Fortbildungszentrum Halfmann abgesagt werden müssen, erstatten wir die bereits gezahlte Seminargebühr vollständig.

* Umsatzsteuerbefreite Leistung gemäß § 4 Nr. 21 UStG.